Agnihotra – Dhoop

Für das Agnihotra-Feuer wird  getrockneter Kuhdung verwendet.

Als Heilmittel

In ALLEN alten Kulturen,  wird Kuhdung als Substanz mit stark desinfizierender und entgiftender Wirkung betrachtet. So war es in alten Zeiten üblich, als hervorragendes Hausmittel gegen Infekte, Magenverstimmungen, Darmkrankheiten und Koliken, einen Tee aus Kuhdung einzunehmen. Bei Husten und inneren Krankheiten wurde eine warme Mischung aus Kuhdung und Butter auf die Brust aufgetragen und gegen eine Blutvergiftung wie auch Alkoholmissbrauch wurde äußerlich frischer Kuhdung angewendet – sprich der volltrunkene Bauer wurde auf den Misthaufen verfrachtet, da er dort entgiftet wurde und seinen Rausch schneller hinter sich brachte. In Krankenhäusern wischte man die Böden mit Kuhdungwasser um Keime abzutöten, Häuser enthielten eine Schicht Kuhdung als Putz, was Schimmel, Pilze  und Ungeziefer abhielt und getrocknet lieferte er hervorragendes Brennmaterial.

Das Geheimnis beruht auf einem Stoff, der dem Penicillin ähnlich ist, der desinfizierend und adstringierend wirkt. Bakterien werden in ihrer Vermehrung gehindert. Beim Räucherritual werden diese Stoffe freigesetzt und eingeatmet.

Die Kuh

In Indien sieht man die Kuh als Mutter allen Lebens und als ein heiliges Tier. Mahatma Gandhi gab ihr einen besonderen Stellenwert und sie wird als Erfüllerin aller Wünsche angesehen.

Auch im antiken Griechenland, Ägypten und in Afrika wurde die Kuh verehrt und mit Respekt behandelt. Der Dung macht die Böden fruchtbar und ihre Milch ist für den Menschen für Lebensmittel unverzichtbar. Im Ayurveda gelten die Produkte der Kuh als sehr hochwertig, allerdings nur von glücklichen Kühen. Kühe sind hochspirituelle Wesen, sie haben ein ausserordentliches Feingefühl und es ist an der Zeit, diese (wie auch andere) Tiere dem entsprechend zu behandeln und sich als Mensch nicht über alles Leben zu stellen.

Dies sieht man auch daran, dass den Kühen scheinbar aus Sicherheitsgründen die Hörner entfernt werden. Diese sind für eine gute Verdauung sehr wichtig. Mit den Klauen halten sie eine Verbindung zur Erde, mit den Hörnern zum Himmel  aufrecht. Wenn die Kuh keine Hörner bräuchte, hätte sie sicher auch keine!?

Für das Agnihotra nehmen wir nur Dung von glücklichen Kühen die ihre Hörner behalten durften.